Gesprächsart: Lehrerchris

Ich habe im Endeffekt Chris das Reden mit Caro überlassen, weil er eigentlich am besten weiß was gut ist, und ich kann einfach nicht so offen mit ihr darüber sprechen. Und jetzt spricht er mit mir darüber.

Chris mag Gespräche, in denen es darum geht, über unser Spiel zu reden und auszufeilen. Nicht dass ich es jetzt nicht mehr mag, aber ich habe es hauptsächlich früher gemocht, weil mit solchen Dingen unser Spiel auch überhaupt erst anfing. Mit dem simplen Reden darüber. Ich höre ihm gerne zu und die Stimmung verändert sich oft im Laufe dieser Gespräche. Es ist immer wieder sehr faszinierend zu beobachten. Auch fällt mir immer wieder auf, wie unterschiedlich dominant er in diesen Gesprächen rüberkommt. Manchmal ist das Gespräch total darauf ausgelegt, mir Sicherheit zu vermitteln, an anderen Tagen ist das Gespräch so einseitig, dass das Ganze eher wie ein Vortrag oder eine Predigt von ihm erscheint. Manchmal merke ich, dass wir nicht unbedingt reden müssten, aber er hat Lust darüber zu reden und Spaß mit mir zu Flirten.

„Was hat sie gesagt?“, frage ich.
„Sie sagt, du dürftest sie als Strafe verwöhnen. Ich möchte deine Meinung dazu gar nicht erst hören, das wird nämlich nicht passieren.“, sagt er bestimmt. „Du wirst niemals jemand anderem dienen. Nicht so. Nicht körperlich. Alles klar?“
Heute wird es eines dieser Gespräche, die keine Widerworte erlauben, bis er zu Ende gesprochen hat. Der Lehrerchris. Ich nicke. Ich mag Lehrerchris.
„Ich wäre aber damit einverstanden, wenn sie ein bisschen darauf achtet, dass du dich an die Regeln hältst. Sie dürfte dir auch den ein oder anderen Befehl geben, solange es im Rahmen ist. Wäre ja auch nicht das erste mal, ich fand es hatte gut geklappt.“

Wir waren mal für ein paar Monate getrennt, aber ich konnte weder richtig um ihn kämpfen, noch richtig mit ihm abschließen. Irgendwann vermisste ich ihn so heftig, war aber zu stolz um es ihm zu sagen, dass ich versuchte es über Caro zu übermitteln. Ich ging also weiterhin zum Stammtisch, obwohl ich keine Begleitung mehr hatte. Ich setzte mich einfach dahin. Ohne einen Dom. Jedes mal wenn ich da war, dann reichte ich ihm auf meine Art die Hand. Ich hoffte natürlich jedes Mal, dass er beim nächsten Mal auch auftauchte. Oder dass er wenigstens anrief und sagte, dass ich da sitzen darf. Dass er mir den Befehl dazu gibt. Damit diese Verbindung nicht verschwindet, die ich niemals wieder bei jemandem finden würde. Es vergingen ein paar Stammtischtreffen, aber irgendwann teilte Caro mir mit, dass er es erlaubte und sie ihm sagen würde, ob ich brav war. Das war die Zeit, in der ich zum ersten Mal in irgendeiner Art und Weise auf eine Frau hörte. Ich tat es natürlich nur wegen Chris. Ich wollte nie einen weiblichen Dom haben.

„Du warst doch gar nicht da als sie auf mich geachtet hatte! Es hatte überhaupt nicht geklappt.“
„Wenn es dir zu gut gefallen würde, würde ich das überhaupt nicht machen, Leo. Du gehörst mir, nicht ihr. Aber wenn ich dir sage, dass du auf sie hören sollst, dann tust du das.“
Ich will was entgegnen, aber ich halte mich zurück.
„Du kannst dir ja mal Gedanken dazu machen.“
Nicken.
„Sie würde dir gerne mal den Peniskäfig abnehmen oder anlegen. Und noch viele weitere Dinge, auf die ich nicht weiter eingehen will. Ich habe ihr gesagt, dass es so wie es jetzt ist gut ist und wenn wir daran was verändern, gehen wir Risiken ein. Ich habe ihr auch gesagt, dass ich keine Ahnung habe, wie du reagierst wenn sie mehr integriert wird und dass deine Gemütslage sich innerhalb von Sekunden ändern kann. Ganz ehrlich, ich habe da kein gutes Gefühl bei. Sie kennt dich nicht gut genug.“
Gott sei Dank. Das hätte er ihr auch einfach direkt sagen können, mein Gott.

„Aber ich glaube wir könnten einen Kompromiss finden.“
Wie bitte?
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„Sie wird mehr integriert, aber nur so, wie wir wollen. Sie könnte ruhig mal dabei sein wenn ich den Käfig wechsel und mir vielleicht auch dabei helfen. Sie dürfte von mir aus auch mal bei einer kleinen Session dabei sein, als Zuschauer. Und von mir aus dürfte sie, wenn ich sie anleite, dir mal einen Knebel anlegen oder solche Sachen. Aber das mache ich nur wenn sie auch auf mich hört und natürlich darf sie das alles nur machen, wenn ich im Raum bin.“

Er scheint zu Ende gesprochen zu haben. Ich glaube jetzt darf ich.

„Sie soll mir nicht so viele Befehle geben. Wenn du nicht da bist ist das was anderes, aber wenn du da bist, dann will ich das nicht.“
„Okay.“
„Zusehen wäre okay, aber sie soll nicht so viel machen.“
„Was meinst du denn mit ’nicht so viel‘?“
„Naja. Wenn sie was gemacht hat, dann soll sie nicht gleich danach wieder irgendwas machen. Ich will ja die Möglichkeit haben, dir ein Zeichen zu geben wenn du alles beenden sollst.“
„Okay.“

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